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Ich finde es gut, das sich COLOR FOTO einmal mit den weitwinklichsten Objektiven beschäftigt hat. Fisheye-Bilder waren verpönt.
Weil mir aber diese Bilder gefielen, wollte ich mathematisch herausbekommen, ob Fisheyes salonfähig verbessert werden können.
Hier etwas aus den gewonnenen Erkenntnissen.
Außer der Perspektive gibt es bei Superweitwinkel- und Fisheye-Objektiven drei weitere Verzerrungsarten, die nicht gleichzeitig eliminiert werden können:
Bei konventionellen Superweitwinkeln ist die Krümmung eliminiert. Sie sind geeignet für die Darstellung von ebenen Flächen, zum Beispiel in der Architektur. Räume werden zu tief dargestellt. Personen am Bildrand sehen zum Fürchten dick aus.
Bei den meisten Fisheyes ist die Maßstabsverzerrung eliminiert. Flächen werden unabhängig von der Aufnahmerichtung gleich groß (nur verschieden deformiert) wiedergegeben. Raumtiefen werden realistisch dargestellt. Personen am Bildrand sind etwas gebogen (anatomisch möglich) und sehen mager aus. Die Entstellung ist in jedem Falle geringer, auch bei doppeltem Öffnungswinkel gegenüber Superweitwinkelobjektiven. Die Fisheyes sind auf Techniker und Wissenschaftler zugeschnitten.
Bei dem "Fotografen-Eye" (Fisheye speziell für Fotografen) ist die Deformation eliminiert. Personen am Bildrand sind weder zu dick noch zu dünn, lediglich etwas gebogen. Das "Fotografen-Eye" steht zwischen Superweitwinkel und Fisheye. Jeder Fotograf würde es den beiden anderen vorziehen, wenn es dieses nur gäbe. Fisheye-Objektive sind bei den Anwendern so gut eingeführt, dass es schwer sein würde, genügend Interessenten für ein "Fotografen-Eye" zu gewinnen, um es wirtschaftlich zu produzieren, meint ein Hersteller. Wären die Interessenten (vermutlich nur Fotografen) wirklich zu wenig? Die Entwicklung extremster, teurer Superweitwinkel in letzter Zeit war doch auch möglich!
Vielleicht möchten sich auch andere Leser an dieser Stelle äußern?
Wer Fotografen-Eyes entwickeln will oder was darüber wissen möchte, der schreibe mir."
(Die Mail würde ich für Meinungen verwenden.)
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